Kind im freien Fall
Die ersten drei Jahre warn Krampf
Im vierten erst wurden wir ihn los
Diesen zerstörerischen Kampf
Wir sezierten, analysierten nicht mehr endlos
Wir schwebten im Blindflug kreuzquer
Wir trieben wie die Quallen im Meer
Hatten keine Erwartung, kein Ziel
Und die Liebe war mal wild, mal verlor’n, mal grazil
Im fünften, ewigen Jahr
Mutierten wir vollends zum Paar
Grund war dieser werdende Stern
Der uns mitriss in eine unfassbare Ferne
Kind im freien Fall
Schön und tief wie das All
Klar wie Stahl, wie ein Schwert
Und wir in Verzückung gefedert, geteert
Wir haben gelacht und getränt
Warn hibbelig, warn gelähmt
Warn hoffnungslos verwirrt
In Glück gefangen und in Nöten verirrt
Dann stürzte der Stern auf die Welt
Als winziger, flennender Held
Runzlig und alt wie ein Buddha
Und so endlos viel wahrer als Mama und Papa
Fleisch, Blut, Plörre und Schleim
Wurden zum vollkommenen Reim
Was warn wir reich, warn wir arm
Viel von früher wurde wertlos, doch die Welt war zum Umarmen
Kind im freien Fall
…
Warn wir hoffnungslos verwirrt
So begann ein Glück, das immer noch flirrt