Lilien

Musik & Text Tim Krohn

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Lilien

 

Kommst du am Abend bleiern heim

Ruhst endlich aus in ihrem Blick

Wie Wild im Schnee die Fährte legt

Wie Staub im Dom flirrt durchs Licht

 

Die Augen tief und warm und weich

Wie junge Lilien auf dem Teich

Sie fragt nicht, sagt nichts, denn sie weiss

Fraglos, dass Wärme reicht

 

Ihr Blick enttarnt dich und befreit

Bis dein verhärtet Herz sich regt

Wie Staub im Dom, von Licht umgarnt

Und sie den Frühling um dich legt

 

Ja, manche Wunde, die sie stillt

Hat sie dir selber beigebracht

Weil Liebe nun mal nie sanft glüht

Was liebt, versengt und frisst

 

Sie ist’s, die deinen Schlaf bewacht

War’s, die dich zum Geschenk dir gab

Sie ist der Quell, dass du dich liebst

Und gräbt vielleicht dein Grab