Kind im freien Fall

Musik und Text Tim Krohn

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Kind im freien Fall

 

Die ersten drei Jahre warn Krampf

Im vierten erst wurden wir ihn los

Diesen zerstörerischen Kampf

Wir sezierten, analysierten nicht mehr endlos

 

Wir schwebten im Blindflug kreuzquer

Wir trieben wie die Quallen im Meer

Hatten keine Erwartung, kein Ziel

Und die Liebe war mal wild, mal verlor’n, mal grazil

 

Im fünften, ewigen Jahr

Mutierten wir vollends zum Paar

Grund war dieser werdende Stern

Der uns mitriss in eine unfassbare Ferne

 

Kind im freien Fall

Schön und tief wie das All

Klar wie Stahl, wie ein Schwert

Und wir in Verzückung gefedert, geteert

 

Wir haben gelacht und getränt

Warn hibbelig, warn gelähmt

Warn hoffnungslos verwirrt

In Glück gefangen und in Nöten verirrt

 

Dann stürzte der Stern auf die Welt

Als winziger, flennender Held

Runzlig und alt wie ein Buddha

Und so endlos viel wahrer als Mama und Papa

 

Fleisch, Blut, Plörre und Schleim

Wurden zum vollkommenen Reim

Was warn wir reich, warn wir arm

Viel von früher wurde wertlos, doch die Welt war zum Umarmen

 

Kind im freien Fall

Warn wir hoffnungslos verwirrt

So begann ein Glück, das immer noch flirrt